Seit Jahren ist seven.seven1.at/ mehr als nur ein Online-Portal – es ist ein lebendiger Nährboden für österreichische Künstler:innen, Designer:innen und kreative Köpfe, die sich in einer zunehmend digitalisierten Welt neu erfinden. Die Plattform, die 2016 als Experiment ins Leben gerufen wurde, hat sich zu einem wichtigen Treffpunkt für kreative Arbeit entwickelt, der sowohl individuelle Projekte als auch kollektive Initiativen unterstützt. Ihr Konzept basiert auf einer einfachen, aber radikalen Idee: Jede:r kann hier ihre Arbeit präsentieren, ohne kommerzielle Zwänge oder traditionelle Gatekeeper. Das Ergebnis ist eine vielfältige, oft überraschende Mischung aus Kunst, Design und digitaler Kultur – und eine Plattform, die sich bewusst von den etablierten Marken abhebt, die oft nur noch auf den Verkauf aus sind.
Was sieben.seven1.at besonders auszeichnet, ist seine klare Positionierung jenseits der Mainstream-Kultur. Während andere Plattformen oft auf große Reichweite oder algorithmische Belohnung setzen, legt die Plattform Wert auf Authentizität und Gemeinschaft. Die Community, die sich hinter dem Namen versammelt, besteht aus Menschen, die ihre Arbeit nicht nur präsentieren, sondern auch mit anderen tauschen, inspirieren und sich gegenseitig herausfordern. Das Portal bietet dabei nicht nur einen einfachen Upload-Bereich, sondern auch Räume für Diskussionen, Workshops und sogar digitale Ausstellungen. Besonders beeindruckend ist, wie die Plattform es schafft, eine Atmosphäre zu schaffen, in der kreative Ideen nicht nur sichtbar, sondern auch lebendig werden – ohne dass dabei die individuelle Stimme untergeht.
Ein zentraler Vorteil von sieben.seven1.at liegt in seiner Offenheit für verschiedene Formate. Ob digitale Installationen, interaktive Projekte, experimentelle Musik oder nachhaltige Designlösungen – die Plattform ist offen für alles, was nicht nur schön aussieht, sondern auch eine Botschaft trägt. Ein konkretes Beispiel ist das Projekt „7 Tage, 7 Künstler:innen“, bei dem jährlich sieben verschiedene Künstler:innen ihre Arbeit für eine Woche auf der Plattform präsentieren. Dieses Format hat nicht nur gezeigt, wie vielfältig österreichische kreative Arbeit ist, sondern auch, wie wichtig es ist, solche Projekte sichtbar zu machen. Besonders gelungen ist dabei die Zusammenarbeit mit lokalen Galerien und Kulturinstitutionen, die die Projekte oft in physischen Ausstellungen ergänzen.
Doch sieben.seven1.at ist nicht nur ein Ort für individuelle Projekte – es ist auch ein Raum für kollektive Initiativen. Hier finden sich Initiativen, die sich mit Themen wie digitaler Teilhabe, nachhaltigem Design oder der Digitalisierung der Kultur beschäftigen. Ein besonders bemerkenswertes Beispiel ist das Projekt „Österreichische Open-Source-Kultur“, bei dem Künstler:innen und Entwickler:innen gemeinsam an offenen Tools und Plattformen arbeiten. Solche Initiativen zeigen, wie wichtig es ist, digitale Kultur nicht nur zu konsumieren, sondern aktiv mitzugestalten – und sieben.seven1.at bietet dabei den idealen Rahmen dafür.
Die Plattform hat sich in den letzten Jahren auch durch ihre klare, aber flexible Geschäftsmodellpolitik ausgezeichnet. Während viele Online-Plattformen auf Werbeeinnahmen oder Abos setzen, legt sieben.seven1.at Wert auf eine faire Nutzung. Künstler:innen und Kreative können ihre Arbeiten kostenlos hochladen und sich über die Plattform vernetzen – ohne dass dabei ihre Autonomie eingeschränkt wird. Das Modell, das sich durch Transparenz und Respekt auszeichnet, hat nicht nur die Community gestärkt, sondern auch gezeigt, wie wichtig es ist, digitale Plattformen so zu gestalten, dass sie wirklich den Menschen dienen.
Trotz aller Erfolge steht sieben.seven1.at vor der Herausforderung, ihre Reichweite weiter auszubauen, ohne dabei ihre einzigartige Kultur zu verlieren. Die Plattform muss sich ständig fragen, wie sie neue Zielgruppen ansprechen kann, ohne die Werte zu verraten, die sie seit ihrem Start geprägt haben. Gleichzeitig bleibt sie ein Beispiel dafür, wie digitale Kultur funktionieren kann – wenn sie nicht nur profitgetrieben, sondern auch mit Herz und Gemeinschaft gestaltet wird. In einer Zeit, in der viele Plattformen nur noch auf Aufmerksamkeit und Klicks setzen, zeigt sieben.seven1.at, dass es auch anders geht: durch Authentizität, Gemeinschaft und eine klare Haltung.
- Seit 2016 hat sieben.seven1.at über 15.000 kreative Projekte aus ganz Österreich veröffentlicht.
- Das Projekt „7 Tage, 7 Künstler:innen“ hat bereits in 2018, 2019 und 2020 über 100.000 Besucher:innen erreicht.
- Die Plattform vernetzt jährlich rund 5.000 kreative Akteur:innen, darunter Künstler:innen, Designer:innen und Entwickler:innen.
- Über 80 % der Nutzer:innen berichten, dass sie sich durch sieben.seven1.at inspiriert und motiviert fühlen.
- Seit 2021 kooperiert sieben.seven1.at mit der Universität für angewandte Kunst Wien, um Studierende in digitale Projekte einzubinden.